CBD – Cannabidiol – Beschwerden lindern

Cannabidiol (CBD) ist in aller Munde. Das ist erstaunlich genug, da es sich um ein sogenanntes Cannabinoid handelt. Cannabis hatte lange Jahre den Ruf als Rauschdroge weg. Die Rauschwirkung von Cannabis beruht aber auf einem psychoaktiven Inhaltsstoff namens Tetrahydrocannabinol (THC). Das ist aber keineswegs der einzige Inhaltsstoff im Hanf.

Vielmehr sind bisher über 100 verschiedene Cannabinoide ermittelt worden – und davon ist CBD nur eines. CBD ist allerdings nicht psychoaktiv. Vielmehr kann CBD mit medizinischem Nutzen eingesetzt werden. Der größte Vorteil an CBD ist, dass das Cannabidiol verschiedenste Beschwerden und Funktionsstörungen lindern kann und dabei kaum Nebenwirkungen hat.

Was genau ist CBD?

Cannabidiol (CBD) ist neben dem gut erforschten THC das nächst wichtige Cannabinoid. Über CBD wissen wir schon mehr als über viele andere Cannabinoide aus dem Hanf – aber wir wissen noch längst nicht genug. Fakt ist jedoch, dass mit der Legalisierung dieses Cannabinoids weitere Studien und Erkenntnisse über die medizinischen Nutzungsmöglichkeiten möglich werden. Alle auf dem Markt befindlichen CBD-Produkte sind fast völlig frei von berauschendem THC. Der Restgehalt darf in Deutschland bestenfalls 0,2 Prozent ausmachen, in der Schweiz maximal 1,0 Prozent. Diese geringe Restmenge kann durch das CBD selbst oder über die Leber neutralisiert werden. Im außereuropäischen Ausland könnte aber selbst ein so geringer THC-Gehalt als Rauschdroge angesehen werden.

Im THC-armen Faser- oder Industriehanf liegt zunächst nur die saure Vorstufe von CBD vor. Sie wird CBDa genannt. Um die saure Vorstufe CBDa in CBD zu verwandeln, bedarf es einer aufwendigen CO2-Extraktion mit einer zusätzlichen Decarboxylierung. Diese wandelt CBDa in CBD um. Als Extraktionsverfahren stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Die beste CBD-Qualität wird durch eine Kombination der überkritischen mit der mittelkritischen CO2-Extraktion erreicht.

Weniger effektive Extraktionen erfolgen mit Alkohol, Öl oder anderen Lösungsmitteln. Im Handel sind nur CBD-Präparate zu finden, die höchsten Qualitätsstandards genügen müssen. Diese Standards gelten jedoch nicht für CBD-Produkte, die außerhalb Europas hergestellt werden. Bei ausländischen Produkten ist beispielsweise der THC-Gehalt nicht gesetzlich geregelt.

Bei welchen Krankheiten kann CBD helfen?

Das THC-haltige Cannabis galt Jahrzehnte lang als Rauschdroge. Haschisch und Marihuana unterliegen auch weiterhin dem Betäubungsmittelgesetz. Dadurch war es jahrelang problematisch, medizinische Wirkungen für Cannabinoide zu testen. Heute ist das anders. Es gibt derzeit einige Medikamente mit hohem CBD-Gehalt, in denen mehr als die gesetzlich erlaubte Menge an THC enthalten ist. Diese Medikamente sind jedoch verschreibungspflichtig. Sie werden nur nach strengsten Indikationen verordnet – zum Beispiel bei schweren kindlichen Epilepsien oder ausbehandelten Krebspatienten.

CBD hingegen hat einen nachweisbaren medizinischen Nutzwert. Das haben Studien nachgewiesen. Es mangelt aber noch an Langzeitstudien mit einer ausreichenden Anzahl menschlicher Probanden. Bisher liegen vor allem Labor- und Tierstudien sowie Studien an einer kleinen Probandenzahl an Menschen vor. Obwohl viele Fragen noch offen sind, sind bestimmte Fakten über CBD bereits gesichert. Sicher ist beispielsweise die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung von CBD. Studien legen nahe, dass CBD außerdem bei

  • allergischen Reaktionen
  • angstbedingten Störungen
  • depressiven Verstimmungen und leichten Depressionen
  • Epilepsien
  • Fibromyalgie und Weichteilrheuma
  • chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD
  • Krämpfen und Spastiken
  • Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis
  • Multipler Sklerose
  • Parkinson-Erkrankungen
  • Hepatitis
  • Hirnschädigungen
  • Übelkeit durch Chemotherapie-Behandlungen
  • verschiedenen Krebserkrankungen
  • Nervenerkrankungen
  • Suchterkrankungen
  • chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn
  • Autoimmunerkrankungen wie Colitis Ulcerosa
  • oder Schlafstörungen

eine lindernde Wirkung haben kann. Diese ist allerdings nicht immer mit den verschreibungspflichtigen CBD-Präparaten zu erreichen. Wenn die Wirkungen durch niedrig dosierte Präparate ausgereizt sind, muss eine Verordnung mit höheren CBD-Dosen in Erwägung gezogen werden. Auch dann hat CBD normalerweise keine berauschende Wirkung. Es kann aber bei schweren Erkrankungen angezeigt sein, den THC-Gehalt in Medikamenten zu erhöhen.

Wie wirkt CBD im menschlichen Körper?

Cannabidiol (CBD) ist eines von etwa 113 Cannabinoiden. Diese sind in Hanfpflanzen in größerer Menge zu finden. Die wissenschaftliche Entdeckung dieser Wirkstoffe geschah relativ spät. Genutzt wurden Cannabis-Extrakte aber bereits sehr viel früher in der Menschheitsgeschichte.

Erst in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts konnten Forscher die Strukturen von THC oder CBD enträtseln. Das erklärt auch, warum es so lange gedauert hat, bis die medizinischen Nutzungsmöglichkeiten für CBD entdeckt wurden. Auch Behauptungen, dass Cannabis grundsätzlich schädlich und eine Droge sei, standen dieser Erkenntnis im Wege. Sowie die therapeutischen Möglichkeiten der Cannabinoide erkannt wurden, änderte sich die Haltung dazu. Mit der Legalisierung von CBD wurde ein historischer Wandel eingeleitet. Um die Wirkungen von CBD zu verstehen, sollte man etwas mehr über das Endocannabinoid-System wissen.

Das Endocannabinoid-System

Nach dem die Wissenschaftler die Strukturen von CBD und anderen Cannabinoiden untersucht hatten, eröffnete sich die Frage, warum und wie diese Substanzen im menschlichen Organismus solche Wirkungen zeigen. Die Entdeckung, dass alle Säugetiere ein körpereigenes Cannabinoid-System aufwiesen, war eine bahnbrechende Erkenntnis. Nicht nur kann jedes Säugetier im Körper eine geringe Menge eigener Cannabinoide bilden. Es finden sich auch entsprechende Rezeptoren, an denen diese andocken können. Die Cannabinoid-Rezeptoren sind über den gesamten Körper verteilt. Manche summieren sich vermehrt im Gehirn, andere finden sich vermehrt in Organen, in Weichteil-Gewebe oder Muskeln.

Als im Jahre 1987 erstmals das Wirkprinzip von Cannabinoiden erläutert werden konnte, war Professor Allyn Howlett von der „Saint-Louis-Universität“ in Missouri einer von vielen, die diese Erkenntnisse überraschten. Die Erkenntnisse über die körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren bilden heute die Basis, aufgrund derer medizinische Behandlungen mit CBD möglich geworden sind. Die beiden heute bekanntesten Cannabinoid-Rezeptoren sind CB1 sowie CB2.

Der Cannabinoid-Rezeptor CBD1 ist vorzugsweise im Darm-Nervensystem und im ZNS zu finden. CB2 liegt in größerer Anzahl in Zellen vor, die das Abwehrsystem und den Knochen-Stoffwechsel steuern. Die körpereigenen Cannabinoide dienen als Regulationshelfer in verschiedenen Regelkreisen.

Körpereigene Cannabinoide steuern beispielsweise

  • den Appetit
  • die Stimmungen
  • Ängste oder Depressionen
  • Abwehrleistungen
  • die Körpertemperatur
  • die Schmerzwahrnehmung
  • hormonelle Zyklen
  • oder die Schlaftiefe und -dauer.

Führt jemand nun von außen CBD zu, kann er die Arbeit der körpereigenen Cannabinoide verbessern oder steigern. Der menschliche Organismus muss sich jedoch erst an die höheren Dosen CBD gewöhnen.

Wie entfaltet CBD lindernde Wirkungen?

Die Vielzahl der beiden im Körper anwesenden CB-Rezeptoren ist dafür verantwortlich, dass die Gabe von CBD auf unterschiedliche Körpersysteme wirken kann. Studien belegen die außerordentlich breiten Wirkungen, die CBD initiieren kann. CBD kann demnach sowohl krampflösend, wie auch angstmindernd, entzündungshemmend, immunstimulierend oder schmerzstillend wirken. Durch seine antioxidativen Eigenschaften kann Cannabidiol sogar das Erbgut innerhalb der Zellen vor aggressiven Radikalen-Zugriffen schützen.

Interessant ist der Nutzen von CBD bei Krebs. Nachgewiesen ist einerseits der Nutzen bei Übelkeit, die durch eine Chemotherapie auftritt. Doch CBD kann offensichtlich auch das Wachstum bestimmter Krebszellen hemmen. Es muss nur festgestellt werden, bei welchen Krebsarten CBD am besten wirkt. Man weiß bisher nicht, ob CBD als Begleittherapie sinnvoll ist, oder ob es sogar andere Krebs-Therapeutika ersetzen könnte.

Auch Fragen der Dosierung oder der Kombination mit anderen Cannabinoiden wie Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), Tetrahydrocannabinolsäure (THCA), Tetrahydrocannabivarin (THCV), Cannabidiolsäure (CBDA), Cannabidivarin (CBDV), Cannabichromen (CBC) oder Cannabinol (CBN) sind noch ungeklärt. Außerdem wissen Forscher bisher nicht, ob ein Vollspektrum Präparat, das noch alle natürlichen Begleitstoffe aus dem Hanf enthält, tatsächlich besser wirkt als ein chemisch reines CBD-Isolat.

Was müssen Verwender über CBD Öl wissen?

CBD Öl ist das meist gehandelte und bekannteste Produkt mit CBD. Man könnte es als ideales Einsteigerpräparat bezeichnen. Hergestellt wird CBD Öl aus dem industriell nutzbaren Faserhanf. Dieser ist besonders THC-arm. Viele Menschen haben die Erwartung, CBD Öl habe einen berauschenden Effekt. Das ist nicht der Fall. Frei verkäuflich sind bisher nur relativ niedrig dosierte CBD Produkte, die einen gesetzlich vorgeschrieben Restgehalt von 0,2 Prozent THC nicht überschreiten. Höher dosierte CBD-Öle sind in Deutschland verschreibungspflichtig.

Grundlage für die Herstellung von CBD Öl ist die weiblichen Hanfsorte „Cannabis Sativa“. In dieser ist wenig THC, aber umso mehr CBD enthalten. Damit ein reines CBD-Präparat daraus werden kann, sollte der Hanf im Bio-Anbau kultiviert werden. Hanf gehört nämlich als Bio-Akkumulator zu den Pflanzen, die Schadstoffe aus Luft, Wasser und Erdreich einspeichern können. Das bedeutet: Minderwertige Hanfprodukte ohne Bio-Kennzeichnung können einen hohen Pestizid- oder Schwermetallgehalt haben. Auch der Extraktionsprozess sollte hochklassig sein, damit im CBD Öl keine Lösungsmittelreste enthalten sind.

Herstellungsverfahren für CBD Öl

CBD Öl kann auf mehrere Weisen hergestellt werden. Eine generelle Unterscheidung ist, ob CBD als Vollspektrum-Extrakt genutzt wird, oder als chemisch reines Isolat in Öl gelöst wird. Zudem kann es durch eine Lösungsmittel-Extraktion oder die aufwendige CO2-Extraktion hergestellt werden. Letztere ist die Extraktionsweise, die am hochwertigsten und ergiebigsten ist. Oftmals werden zwei CO2-Extraktionsverfahren miteinander kombiniert, um die höchste CBD-Ausbeute zu erzielen. In diesem Fall liegt ein Vollspektrum CBD Öl vor. Dieses enthält noch alle Flavonoide, Terpene und Cannabinoide aus dem Faserhanf.

Man geht heute davon aus, dass ein Wirkstoff in seinem natürlichen Verbund an Begleitstoffen besser vom Organismus aufgenommen werden kann. Man spricht diesbezüglich vom sogenannten „Entourage“-Effekt. Die natürlichen Begleitstoffe unterstützen offensichtlich den Hauptwirkstoff. Chemisch reine oder synthetische Substanzen nimmt der Organismus nicht gleichermaßen gut auf.

Ein Vollspektrum CBD Öl, bei dem der CBD-Extrakt in einem Trägeröl verdünnt wird, hat aber aus Konsumentensicht einen Nachteil: Es schmeckt stark nach Hanf. Das mag nicht jeder. Viele Menschen empfinden CBD Öl, das aus einem rückverdünnten Isolat besteht, als weniger geschmacksintensiv. Als Trägeröle für CBD werden bevorzugt Olivenöl, Kokosöl oder Hanfsamenöl verwendet.

Die beste Einnahme von CBD Öl

Bei oraler Aufnahme gehen vom CBD Öl etwa 60 Prozent der Wirkung durch den Prozess der Verstoffwechselung verloren. Bei sublingualer Aufnahme ist der Wirkstoff-Schwund wesentlich geringer. Träufelt der Nutzer das CBD Öl unter die Zunge, wird ein Großteil des Wirkstoffes über die Mundschleimhaut aufgenommen. Der verbleibende Rest wird von der Leber neutralisiert oder im Darmtrakt aufgenommen.

Wer CBD Öl nicht mag, kann es in Form von CBD Kapseln oder CBD Tropfen aufnehmen. Auch dann gehen bis zu 60 Prozent des Wirkstoffes im Verdauungstrakt verloren. Das muss bei der Dosierung berücksichtigt werden.

Die Alternative: CBD Öl in Kapselform

CBD Kapseln erlauben ein besseres Portionieren der Dosis als flüssiges CBD Öl. Es entfällt außerdem der intensive Geschmack des Hanfs. Die Wirkung des Wirkstoffes tritt wegen der Darmpassage erst mit einiger Verzögerung ein. Dazu weiter unten mehr.

Alternative zwei: CBD-Konsum mittels E-Zigaretten oder Verdampfern

CBD Öl kann ohne zeitliche Verzögerungen über einen Verdampfer oder eine dafür geeignete E-Zigarette aufgenommen werden. Bei nikotinfreiem CBD-Liquid kann eine Giftstoffaufnahme vermieden werden. Es gibt aber auch aromatisierte E-Liquids mit Nikotingehalt. Diese eignen sich bestens, um nach und nach auf einen Nikotinverzicht hin zu arbeiten. Die Inhalation von CBD wirkt schneller als jede andere Aufnahmeform – mit Ausnahme der sublingualen CBD-Aufnahme über die Mundschleimhaut. Weitere Informationen zum Thema E-Liquids weiter unten.

Die Frage nach der Dosierung

Jeder Stoffwechsel funktioniert nach eigenständigen Regeln. Er ist individuell, wie das Darmbiom auch. Gemeinsam ist allen CBD-Verwendern, dass kein Organismus an eine erhöhte CBD-Aufnahme gewöhnt ist. Daher wird geraten, das CBD Öl zunächst nur in kleinen Dosen zuzuführen. Der Organismus muss sich erst daran gewöhnen, plötzlich mehr CBD zur Verfügung zu haben. Zudem werden so die anfangs oft auftretenden Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme klein gehalten.

Die Dosis CBD Öl wird nach etwa zwei Wochen um einen kleinen Anteil gesteigert. Diese Dosis wird wiederum eine Woche bis zehn Tage beibehalten, bis der nächste Erhöhungsschritt vorgenommen wird. Erweist sich ein 5-prozentiges Cannabis Öl als zu niedrig dosiert, kann man nach Erreichen der Höchstdosis auf die nächst höhere CBD-Konzentration übergehen. Auch beim 10-prozentigen CBD Öl beginnt man zunächst mit einer geringen Tagesdosis. Ansonsten sind die Packungshinweise zu beachten.

Als Grundregel gilt, bei leichten Beschwerden lediglich zweimal täglich drei Tropfen 5-prozentiges CBD Öl einzunehmen. In der folgenden Woche wird die Dosis auf fünf Tropfen erhöht. Bei komplexeren Störungen oder mittelschweren Beschwerden können in den ersten zwei Wochen zweimal täglich fünf Tropfen CBD Öl zugeführt werden. Nach der Eingewöhnung kann die Dosis auf dreimal täglich fünf Tropfen erhöht werden. Der geringste Wirkstoffverlust entsteht bei der sublingualen Aufnahme unter der Zunge bzw. über die Mundschleimhaut.

Bei der Dosierung von CBD Öl liegt das Körpergewicht zugrunde. Die Standardempfehlungen richten sich nach einem Durchschnittsgewicht von 70 Kilogramm. CBD sollte aber immer eine individuelle Dosierung erhalten, weil jeder Stoffwechsel anders funktioniert.
4. Was ist mit THC-haltigen Ölen?

CBD Öl mit einem höheren Gehalt als die gesetzlich vorgeschriebenen Restmengen von 0,2 Prozent THC ist in Deutschland illegal. Es unterliegt automatisch dem Betäubungsmittelgesetz. Ausnahme: wenn das CBD Öl verschreibungspflichtig wäre und durch eine höhere Grunddosis CBD auch anteilig höhere Restmengen an THC enthielte. In diesem Fall wäre aber eine strenge Indikation notwendig, um solche Öle überhaupt kaufen zu können. Bisher gibt es nur ein THC-haltiges Mundspray. Dieses wird nur nach strengsten Kriterien auf Rezept vergeben. Die damit behandelten Patienten müssen anderweitig als ausbehandelt gelten.

Viele Krebspatienten würden gerne eine Begleitbehandlung mit CBD Öl erhalten, das einen höheren THC-Gehalt hat. Leider besteht auch weiterhin die Problematik, dass der Verkauf stark THC-haltiger CBD Öle gesetzwidrig ist. Ein 1:1-Verhältnis von CBD zu THC wäre strafbar. Es unterläge dem Betäubungsmittelgesetz und darf daher gar nicht erst hergestellt werden. Die Einfuhr entsprechend dosierter ausländischer Produkte oder die eigene Herstellung entsprechender Öle durch einen alkoholischen Auszug ist ebenfalls eine Straftat. Dabei ist erwiesen, dass sich THC und CBD während einer Chemotherapie positiv auswirken. Sie dämpfen die Übelkeit und Appetitlosigkeit, unter der viele Krebsbetroffene leiden.

Außerdem belegen Studien, dass CBD und THC in Kombination die Leiden von Krebspatienten lindern könnten, die von Metastasen betroffen sind. CBD wirkt schmerzlindernd, THC euphorisierend. Außerdem wäre die Gabe von CBD plus THC krebshemmend. Man weiß aber noch nicht genau, mit welchen Dosierungen und bei welchen Krebsarten diese Effekte am sinnvollsten eingesetzt werden könnten.

5. Mehr Wissenswertes über CBD Kapseln

Einiges zu Portionierungen und Wirkweise wurde über CBD Kapseln ja bereits gesagt. Bei CBD Kapseln ist unbedingt auf den Gehalt an CBD zu achten, da die orale Aufnahme zu höheren Verlusten des Wirkstoff-Effekts führt. Der Wirkstoff kann nach der Darmpassage nur zu 40 Prozent seine lindernde Wirkung entfalten.

Auch die Reinheit der CBD Kapseln ist ein wichtiges Thema. Manche CBD Kapseln werden mit Zutaten wie Vitaminen, Kurkuma oder Pfeffer-Extrakt gestreckt. Angeblich soll das die Wirkung des CBDs unterstützen. Ob das stimmt, ist fraglich. Es mindert auf jeden Fall den CBD-Gehalt. Vermutlich aber nicht den Preis.

Wer wissen möchte, ob Kapseln gegenüber dem puren CBD Öl Vorteile bieten, dem sei gesagt: Die Vorteile liegen in einer leichteren Aufnahme, auch unterwegs. In den Kapseln ist CBD Öl enthalten. Dessen intensiver Hanfgeschmack bleibt den Nutzern aber erspart. Die Herstellungsweise des CBD Öls ist identisch, der Wirkstoffgehalt auch. Einige Hersteller deklarieren den CBD-Gehalt in Prozent, andere etwas exakter in Milligramm je 100 Milliliter. Ein CBD-Gehalt von vier Prozent bedeutet je Kapsel eine Dosis von 6,4 Milligramm CBD. Zehn Prozent entsprächen dann 16 Milligramm.

Einige Hersteller haben CBD Kapseln mit 25 Milligramm CBD-Gehalt im Sortiment. Auch hier sollten zunächst immer die am niedrigsten dosierten Kapseln gekauft werden. Falls die Wirkung niedrig dosierter CBD Kapseln zu schwach ist oder ganz ausbleibt, ist die nächst höhere Kapsel-Dosierung zu erwerben. Nachteilig ist bei CBD Kapseln jedoch die Verzögerung der Wirkung wegen der Darmpassage. Zudem kann ein voller Magen die CBD-Aufnahme länger verzögern. Daher ist eine Kapsel-Einnahme nüchtern bzw. eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit sinnvoll.

Dosierung und Anwendung von CBD Kapseln

Zu Anfang werden drei CBD Kapseln täglich eingenommen, jeweils morgens, mittags und abends. Eine Dosisanpassung sollte erst nach 14 Tagen vorgenommen werden. Überdosen sind nicht zu befürchten. Der Preis steigt mit höheren Dosen sehr schnell. Da jeder die Kosten für CBD Kapseln selbst tragen muss, kann das einen Grund darstellen, lieber ein anderes CBD-Präparat zu wählen.

CBD ist fettlöslich. Die Aufnahme wird verbessert, wenn mit der Einnahme etwas Fett zugeführt wird. Fetthaltiges erhöht die Bioverfügbarkeit für CBD.

6. Wissenswertes über CBD Liquids

Auch CBD-haltige E-Liquids sind – je nach Hersteller – in unterschiedlichen Dosierungen und verschiedenen Geschmacksrichtungen zu haben. Es gibt E-Liquids mit und ohne Nikotingehalt. Raucher können also in Zukunft Nikotin und CBD zuführen. Das ist allerdings etwas widersinnig, weil Nikotingenuss potenziell krank macht, während CBD beschwerdelindernd wirken soll.

Immerhin könnte sich jemand sich mit nikotinhaltigen CBD Liquids das Rauchen abgewöhnen – und zwar indem er zunächst nikotinhaltiges Liquid, und dann immer öfter CBD-Liquids ohne Nikotingehalt inhaliert. Dadurch wird einerseits eine Nikotinentwöhnung eingeleitet. Andererseits kann mit der Inhalation von CBD eine Linderung der Entzugserscheinungen erreicht werden. Diese hindern die meisten Raucher daran, mit dem Rauchen aufzuhören.

Typisch für alle CBD Liquids ist eine Mischung von Wasser, Glycerin und CBD-Extrakt. E-Liquids können in dafür geeigneten E-Zigaretten oder in Verdampfern aufgenommen werden. Auch bei den CBD-Liquids sollten die Verwender auf Qualität achten. Der Grund dafür ist, dass in außereuropäischen Herstellerländern ganz andere Standards gelten, als bei uns. Auch hier sind die Vollspektrum E-Liquids besser als die synthetischen Isolate. Die Inhalation von CBD durch E-Zigaretten, Vaporizer oder Verdampfer ist besonders günstig, weil nach dem Inhalieren eine sehr schnelle Wirkung eintritt. Der Wirkstoffverlust ist deutlich geringer. Die CBD-Aufnahme erfolgt über die Lunge. Diese wird dabei aber nicht geschädigt – es sei denn, das CBD-Liquid enthält Nikotin.

CBD Liquids haben generell eine höhere Bioverfügbarkeit als CBD Öle. Sie können aber durch die Aromatisierung und den Glycerin-Gehalt unbekannte Risiken beinhalten. In den USA, wo andere Liquid-Zusammensetzungen möglich sind, kam es bereits zu irreparablen Lungenschäden und Todesfällen. Momentan sieht es so aus, als hätten bestimmte Inhaltsstoffe in amerikanischen E-Liquids oder der gleichzeitige Konsum von Nikotin, CBD und THC dazu geführt.

Herstellung und Verwendung von CBD Liquids

CBD Liquids können auf unterschiedliche Arten hergestellt werden. Sie können einer

  • Extraktion in einem Trägeröl unterzogen werden
  • durch eine alkoholische Extraktion entstehen
  • oder durch die überkritische CO2-Extration hergestellt werden.

Aufwand oder Kosten sind bei diesen drei Herstellungsarten unterschiedlich. Außerdem können sich die Qualität und die CBD-Ausbeute bei manchen der genannten Extraktionsarten verschlechtern.

a. Die Extraktion mittels Träger-Öl

In diesem Fall wird ein neutrales Trägeröl zur Herstellung von CBD genutzt, da CBD fettlöslich ist. Öle sind aber nicht verdampfbar, wie beispielsweise Alkohol als Lösungsmittel. Das CBD befindet sich bei dieser Extraktionsart im Trägeröl, aber nicht in besonders großer Menge. Daher ist diese Herstellungsweise nicht besonders ergiebig und für die industrielle Herstellung für CBD-Liquids wenig geeignet.

b. Die alkoholische CBD-Extraktion

CBD lässt sich leicht mit Alkohol als Lösungsmittel aus dem Hanf herauslösen. Die Pflanzenteile werden in einer alkoholischen Lösung eingelegt und mehrfach bewegt. Nachteilig ist jedoch, dass das leicht entflammbare Lösungsmittel anschließend restlos entfernt werden muss, damit im CBD-Extrakt keine Rückstände davon zu finden sind.

Der Alkohol wird unter Hitzeeinwirkung verdampft. Zurück bleibt ein weißes Pulver: die CBD Kristalle. Aus diesen kann nun unter anderem ein CBD-Liquid hergestellt werden. Die CBD Kristalle können aber auch anderen Nutzungen zugeführt werden. Diese Herstellungsweise ist in Aufwand, Ergebnis und Kosten durchaus praktikabel. Es bedarf dabei jedoch großer Sorgfalt.

c. Die überkritische CBD-Extraktion mittels CO2

Das ergiebigste und für die Industrie interessenteste Produktionsverfahren für CBD ist die überkritische CO2-Extraktion. Bei dieser Form der Extraktion werden CBD-haltige Pflanzenteile erhitzt. Das enthaltene CBD geht daraufhin in einen veränderten Zustand über. Es ist nicht flüssig, aber auch nicht gasförmig. Daher wird diese Phase „überkritisch“ genannt. Positiv ist, dass sich das CBD in der überkritischen Phase leicht aus den Pflanzenteilen herauslösen lässt. Unter Drück und dem Einfluss von CO2 entsteht die höchste CBD-Ausbeute. Diese ist qualitativ nicht mehr verbesserbar. Es gibt keinerlei Rückstände im Endprodukt.

7. Wie werden CBD Kristalle verwendet?

CBD Kristalle wirken eher wie ein feines, puderzuckerartiges Pulver. Die Kristalle schmelzen leicht auf der Zunge. Sie können rezeptfrei erworben werden und werden einer oralen oder sublingualen Nutzung unterzogen. Auch hier sollte stets beachtet werden, dass die richtige Anfangsdosis niedrig anzusetzen ist.

Kristallines CBD kann aber auch in einem Liquid gelöst und dann inhaliert werden. Es kann in E-Zigaretten geraucht werden oder Speisen und Getränken zugesetzt werden. Bei den CBD Kristallen ist die Gefahr des Streckens und Vermischens mit ähnlich aussehenden Substanzen größer, als bei anderen Darreichungsformen für CBD. Das Strecken von CBD Kristallen könnte potenziell der Gewinnmaximierung dienen, ähnlich wie beim Heroin. Daher ist es wichtig, einen seriösen europäischen Hersteller für CBD Kristalle zu finden, der absolut vertrauenswürdig ist.

a. Das Dabben von CBD Kristallen

CBD Kristalle sind hochgradig rein. Daher erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit bei den Konsumenten. Um Kristalle zu konsumieren, entscheiden sich viele Verwender dazu, das CBD in Kristallform zu „dabben“. Dabei handelt es sich um eine Inhalation der gelösten Kristalle in Form einer Dampfwolke. Diese entsteht, wenn CBD Kristalle schmelzen.

Die Kenner verwenden zum „Dabben“ einen „Bong“ oder ein „Dab Rig“. Benötigt werden außerdem ein Brenner, ein „Dabber“ als Spatel und reine CBD Kristalle. Das Dabben ist deshalb so beliebt, weil die beruhigende oder schmerzlindernde Wirkung des CBDs fast unmittelbar nach dem Inhalieren eintritt.

b. Das Verdampfen von CBD Kristallen

Die Alternative zum Dabben von CBD Kristallen ist das Verdampfen. Mancher Konsument mag keinen Bong benutzen, weil er dadurch mit dem verbotenen THC-haltigen Cannabis-Konsum in Verbindung gebracht werden könnte. Darum entscheiden sich viele medizinische Nutzer, ihre CBD Kristalle lieber zu verdampfen.

Benötigt wird ein für CBD Kristalle geeigneter Verdampfer. In diesen wird der pulverförmige CBD Extrakt eingefüllt. Dann wird das Gerät auf eine bestimmte Temperatur erhitzt. Die austretenden Dämpfe werden inhaliert. Wichtig ist beim Verdampfen jedoch, die Temperatur genau zu regulieren. Bei zu hohen Temperaturen entstehen gefährliche Substanzen, beispielsweise Karzinogene. Bei verunreinigten CBD Kristallen ist das Verdampfen ein gesundheitliches Risiko. Der Hersteller sollte daher seriös sein und seine Labortests für jede Charge CBD Kristalle offenlegen.

c. Das Rauchen von CBD Kristallen

Raucher, die sich für eine E-Zigarette entschieden haben, können einem der von ihnen favorisierten E-Liquids CBD Kristalle hinzufügen. Das kristalline Cannabidiol-Pulver lässt sich bestens in Flüssigkeiten auflösen. Schwierig wird es bei dieser Nutzungsweise aber mit der richtigen Dosierung des CBDs.

d. Das Verarbeiten in Lebensmitteln und Getränken

CBD Kristalle können problemlos in Getränken oder Lebensmitteln gelöst und weiterverarbeitet werden. Diese Methode stellt eine schmackhafte Aufnahmeart für CBD Kristalle dar. Diese Verwendung erinnert manchen an die Herstellung von Haschischkeksen. CBD ist aber nicht berauschend. Außerdem schmecken CBD Kristalle in Keksen oder anderen daraus zubereiteten Nahrungsmitteln nicht so intensiv nach Hanf wie Haschischkekse.

Ideal ist die CBD-Aufnahme mit Kristallen in einem Trinkjoghurt. Der Fantasie sind beim Verwenden von Kristallen beim Kochen, Backen oder Getränke mixen keine Grenzen gesetzt – außer vielleicht preisliche. Nachteilig ist, dass bei oraler CBD-Aufnahme eine Wirkungsverzögerung von bis zu zwei Stunden eintreten kann. CBD Kristalle sind ein reines Isolat, kein Vollspektrum Produkt. Bei seriösen Herstellern ist der THC-Gehalt mit Null angegeben. Bei unseriösen wird er verschleiert oder übersteigt das gesetzlich erlaubte Maß. Produktionsbedingt kann bestenfalls ein anderes, nicht psychoaktives Cannabinoid in kleinen Mengen enthalten sein: das Cannabidivarin (CBDV).

8. Sind CBD Blüten überhaupt legal?

CBD Blüten dürfen in Deutschland bislang nicht legal in den Handel kommen. Das bedeutet im Klartext: CBD Blüten dürfen unter Strafandrohung nicht an Privatpersonen abgegeben werden. Jeder Händler, der das Verbot unterläuft, ist unseriös. Er begeht eine Straftat.

CBD Blüten werden häufig mit dem Begriff „CBD Gras“ belegt. Das führt leicht zu Verwechslungen. Es entsteht der Eindruck, CBD sei eine rauchbare Rauschdroge, weil auch Haschisch als „Gras“ verkauft wird. In CBD Blüten sind aber zu geringe THC-Anteile enthalten, um eine inhalatorische Rauschwirkung zu erzeugen. Das Handels-Verbot an Privatpersonen wurde erlassen, weil in den getrockneten Hanfblüten hohe Anteile an CBD zu finden sind. Hanfblüten-Extrakte werden momentan eher zu kosmetischen Produkten weiterverarbeitet.

Außerdem ist es bei eigenem (illegalem!) oder industriellem Hanfanbau nicht möglich, komplett THC-freie Hanfblüten zu züchten. Damit wäre aber eine missbräuchliche Nutzung der Hanfblüten potenziell möglich – und deshalb unterliegen neben THC-haltigen Cannabis-Produkten auch die Hanfblüten dem Betäubungsmittelgesetz. Potenziell könnte ein solventer Nutzer, der nur auf das THC aus ist, aus den Hanfblüten genügend THC extrahieren. Dazu bedarf es lediglich einer ausreichend großen Menge an CBD Blüten. Bereits 2016 hatte ein Händler CBD-Blüten vertrieben. Er wurde vom Landgericht Hamm wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt.

Cannabisöl und CBD Öl – sind diese beiden identisch?

Das eigentliche Problem ist, dass Hanf und Cannabis begrifflich oft gleichgesetzt werden. Daher haben sich hier begriffliche Verwechslungen eingeschlichen, die eine klare Unterscheidung erschweren.

Hanf- oder Cannabisöl werden natürlich aus Cannabis sativa-Pflanzen hergestellt. Diese Pflanzengattung ist reich an Inhaltsstoffen. Sie enthält aber keineswegs nur Cannabinoide, sondern auch Flavonoide, Terpene, Vitamine und Mineralstoffe. Bekanntere Inhaltsstoffe sind allerdings die in diesem Artikel thematisierten Cannabinoide THC und CBD. Diese befinden sich in den winzigen Harzdrüsen der Hanfknospen und -blätter.

Für die Herstellung von CBD Öl wie auch von Hanföl werden gleichermaßen die weiblichen Faserhanfpflanzen genutzt. Das psychoaktive THC entstammt hingegen den männlichen Hanfpflanzen. Hanföl und CBD öl werden jedoch aus unterschiedlichen Pflanzenteilen gewonnen. Hier liegt eine wichtige Unterscheidungsmöglichkeit. Diese sollte sich auch begrifflich abbilden. Oftmals werden jedoch die Begriffe Hanföl, Cannabisöl und CBD Öl gleichgesetzt. Das aus Hanfsamen hergestellte Hanföl enthält jedoch weder CBD, noch THC. Korrekter wäre es als Hanfsamenöl bezeichnet, nicht aber als Cannabisöl. Der Begriff „Cannabisöl“ könnte potenziell auf einen gewissen THC-Gehalt hinweisen.

Hanfsamenöl ist ein wertvolles Speiseöl. Dieses enthält viele Omega-Fettsäuren. Es enthält jedoch keinerlei THC. Was das CBD Öl klar davon unterscheidet ist, dass dieses Öl aus anderen Pflanzenteilen der Hanfpflanze hergestellt wurde. Es dient außerdem nicht als Speiseöl. Beim CBD Öl dienen Hanfblüten und -knospen zur Herstellung von CBD-Extrakt. Es handelt sich bei CBD Öl also um einen in einem neutral schmeckenden Trägeröl gelösten CBD-Extrakt. Hanfsamenöl und CBD Öl werden teils unterschiedlichen, teils identischen Verwendungen zugeführt.

Das Hanfsamen-Öl – meist auch als Hanföl bezeichnet – wird vor allem in der Lebensmittelindustrie als Speiseöl eingesetzt. Auch die Kosmetik- und Pflegemittel-Industrie bedienen sich seiner Vorzüge. Man kann daraus Cremes, Salben oder Seifen herstellen. CBD Öl kann zwar auch als Nahrungsergänzungsmittel dienen. Es wird dann jedoch als CBD Öl bezeichnet und dient medizinischen Verwendungszwecken. Das CBD aus Faserhanf kann also als CBD-haltiges Öl, Kapsel oder Tropfen zugeführt werden. Da es eine entzündungshemmenden Wirkung hat, kann CBD öl aber auch als Zutat in einem Kosmetikum dienen.

Der Begriff „Cannabisöl“ legt nahe, dass ein gewisser Anteil an THC in einem Hanfsamenöl enthalten ist. Dieser müsste entweder zugesetzt worden sein, oder aber es handelt sich um einen öligen Auszug von THC-haltigem Hanf. So, wie das CBD Öl bei innerlicher Einnahme eine medizinische Wirkung entfaltet, kann Cannabisöl Studien zufolge einen Nutzen als Kosmetikum mit medizinischen Effekten haben.

Damit das Cannabisöl weitgehend THC-frei ist und den gesetzlichen Vorgaben über die erlaubten Restmengen an THC genügt, ist ein komplexerer Abscheidungsprozess durch ein geeignetes Extraktionsverfahren vonnöten. Möglich sind beispielsweise eine alkoholische Trennung durch Ethanol oder Butan. Die Lagerung des Hanfsamen- oder Cannabisöls sollte ebenfalls dunkel und kühl erfolgen – beispielsweise in einem Küchenschrank oder einer Speisekammer. Im Eisschrank verändert sich allerdings die Konsistenz des Cannabisöls. In diesem Fall hält es bis zu einem Jahr nach der Öffnung.

Cannabisöl kann eine Verwendung als Kosmetikum gegen Akne-Pickel, gegen Angstzustände, epileptische Anfälle, Entzündliche Prozesse oder Hautbeschwerden wie Ekzemen oder Neurodermitis finden. Eine italienische Studie legt sogar nahe, dass stressbedingte Migräne damit abgemildert werden kann. Stress- und belastungsbedingte Schlafstörungen sind ebenfalls eine Indikation für die Verwendung von Cannabisöl. Verantwortlich dafür sind die beruhigenden Inhaltsstoffe im Hanf.