Nahrungsergänzungsmittel – Sinnvoll bei Mangelerscheinungen

Nahrungsergänzungsmittel sind dann sinnvoll, wenn ein begründeter Mangel vorliegt oder eine erhöhte Zufuhr aufgrund des Alters, erhöhter Sportaktivität, einer unausgewogenen Ernährung, Krankheit oder Rekonvaleszenz, notwendig ist. Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht „auf Vorrat“ eingenommen werden, denn auch ein Übermaß an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind ungesund. Bis auf einige Ausnahmen an Vitaminen und Mineralstoffen, welche der Körper nicht selber oder nicht genügend herstellen oder binden kann, verfügt er über alles Notwendige.

Für bestimmte Risikogruppen und bei körperlichen Mangelerscheinungen kann die Supplementierung von Vitaminen und Mineralstoffen jedoch nützlich sein.Ganz allgemein können Nahrungsergänzungsmittel die Wirkung von Chemotherapie und Bestrahlung beeinträchtigen und sollten deshalb nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

 

Lebensfreufe durch Gesundheit

Definition von Nahrungsergänzungsmitteln

Die jeweiligen Vitamine, Mineralstoffe sowie pflanzlichen und tierischen Stoffe, welche in Lebensmitteln vorkommen oder vom Körper zum Teil selbst produziert werden, befinden sich in konzentrierter Form in Kapseln, Tabletten, Pulver oder Flüssigkeiten. Je nach Produktherstellung sind diese jedoch möglicherweise zu hoch dosiert.

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht rezeptpflichtig. Das Gesetz schreibt vor, dass diese nicht wie ein Medikament wirken dürfen, beispielsweise wie ein Arzneimittel bei Blutdruckproblemen.

Je nach Präparat enthalten Nahrungsergänzungsmittel unter anderem folgende Stoffe:

✔ Betacarodin
✔ Folsäure
✔ Mineralstoffe
✔ Omega 3 und Omega 6
✔ Eiweißbestandteile (L-Carnitin / L-Cystein)
✔ Kohlenhydrate (Ballaststoffe / Oligofructose)
✔ Spurenelemente (Eisen/ Kalzium / Magnesium / Zink)
✔ Vitaminähnliche Substanzen (Coenzym Q10)
✔ Vitamin A, B, D, C, E, K,
✔ Verschiedene Inhaltsstoffe (probiotische Kulturen / Algen / Bierhefe)

Höchstmenge der Inhaltsstoffe

Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es bis jetzt keine gesetzlich vorgeschriebene Höchstmenge, sodass der Körper unter Umständen mehr Stoffe und Substanzen aufnimmt, als über die Ernährung möglich ist, was wiederum mit einem Übermaß zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Beschriftung von Nahrungsergänzungsmitteln

Die Beschriftung muss folgende Angaben enthalten:

🛈 Mengen- und Dosierungsangaben
🛈 empfohlene Verzehrmenge pro Tag
🛈 Hinweis, dass Nahrungsergänzungsmittel eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht ersetzen
🛈 Bestimmungen und Angaben betreffend Qualität und Sicherheit
🛈 Warnhinweis zur Aufbewahrung außer Reichweite von Kindern
🛈 Bestimmungen und Angaben zur Qualität und Sicherheit

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel

Da es sich bei Nahrungsergänzungsmittel gesetzlich nicht um Arzneimittel handelt, dürfen keine Heilversprechen oder Linderungshinweise gemacht, sondern lediglich auf eine unterstützende Wirkung hingewiesen werden. Nahrungsergänzungsmittel dürfen keine pharmakologische Wirkung aufweisen, dementsprechend sind die Bestimmungen anders aufgestellt als bei chemischen oder pflanzlichen Arzneimitteln.

Die Verantwortung der Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln liegt beim Hersteller und dem Vertreiber. Die Produkte müssen beim BVL (Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) angemeldet werden, um die angegebenen Stoffe zu registrieren; gegebenenfalls werden Stichproben genommen. Nahrungsergänzungsmittel durchlaufen keine Qualitätssicherungs-Prozesse und unterliegen keinen kontrollierten Tests, was zu unterschiedlichen Qualitäten führt, beispielsweise können der Inhalt und die Angaben auf der Beschriftung voneinander abweichen.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Lebensmittelersatz

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde sowie abwechslungsreiche Ernährung und eine schlechte Ernährung wird damit nicht ausgeglichen.

Ausländische Präparate

Bei einem Bezug aus dem Ausland darf nicht davon ausgegangen werden, dass die Produkte mit dem deutschen Lebensmittelgesetz übereinstimmen. Aufgrund unterschiedlicher Regelungen in den Ländern besteht die Möglichkeit, dass die Werte für Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland als Medikament angesehen würden und die Konzentration der Substanzen über den Empfehlungen der deutschen Gesundheitsbehörde liegen. Außerdem können die Produkte Substanzen in Mengen enthalten, welche nicht den Empfehlungen der deutschen Behörden entsprechen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit Nahrungsergänzungsmitteln bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten sind nicht zu unterschätzen, und eine Verwendung sollte deshalb vorgängig mit dem Arzt besprochen werden.

Hinweis und Wissenswert

Menschen reagieren auf einige pflanzliche Stoffe allergisch; das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) verlangt deshalb für alle Produzenten bei der Herstellung von Vitaminpräparaten eine begrenzte die Zugabe von Karotin. Es ist empfehlenswert, sich vorgängig über die Inhaltsstoffe des jeweiligen Präparates zu informieren.

Folsäure

Folsäure, auch bekannt als Folat oder Vitamin B9, ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und findet sich in hohen Konzentrationen in Kohl und Spinat.

Eigenschaften und Wirkung von Folsäure

Folsäure unterstützt das Wachstum, sorgt für die Vermehrung von Zellen sowie für die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen und ist an diversen Stoffwechsel beteiligt, zusammen mit Vitamin B6 und B12 als Cofaktoren.

Folsäurebedarf in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf; Folsäure ist für das ungeborene Kind von Beginn an und während der Stillzeit unentbehrlich. In dieser Zeit besteht ebenfalls ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 und B12. Für die Umsetzung der Folsäure in Aktivität braucht es Vitamin B12.

Ursachen für einen Mangel

➸ Dialyse
➸ Fehl- und Mangelernährung
➸ Frühgeburten oder Mehrlingsschwangerschaften
➸ hämolytischer und makrozytärer Anämie
➸ Homocysteinurie (Stoffwechselstörung)
➸ Infektions- und Lebererkrankungen
➸ Malabsorptionssyndromen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, ➸ Zöliakie)
➸ Operationen am Dünndarm
➸ Schwangerschaft und Stillzeit
➸ Tumore
➸ Verhütungsmittel
➸ Wachstumsphase
➸ Bestimmte Arzneimittel (Antiepileptika, Malariamittel, Zytostatika)
➸ Alkoholkrankheit

Ursachen eines erhöhten Folsäurewertes

Erhöhte Werte können unter anderem durch einen Vitamin B12 Mangel, zu hohe Dosierungen in Präparaten, sowie der Einnahme des Antidiabetikums Metformin entstehen.

Mögliche Symptome

➸ Appetitlosigkeit
➸ Müdigkeit
➸ Zungenbrennen und -kribbeln
➸ blasse Haut
➸ Atembeschwerden
➸ Durchfall
➸ entzündete Schleimhäute
➸ Herz-Kreislauf-Probleme
➸ höhere Blutungsneigung

Folsäure in Lebensmitteln

Aus tierischen Lebensmitteln enthaltene Folsäuren können vom Körper besser verwertet werden. Bestimmte Stoffe, beispielsweise Ballaststoffe, können bei einer gemischten Kost die Folsäureaufnahme vermindern.

☯ Fleisch
☯ Gemüse
☯ Milchprodukte
☯ Milchprodukte
☯ Hülsenfrüchte
☯ Vollkornprodukte
☯ Nüsse
☯ Eier

Wissenswert

Leber sollte in der Schwangerschaft, aufgrund des hohen Vitamin A Gehalts, nicht zu häufig verzehrt werden, weil dies dem Ungeborenen schaden kann.

Überdosierung

Ein Übermaß kann zu Übelkeit, Störungen im Magen-Darm-Trakt oder zu Erregungszuständen führen, über längere Zeit können Albträume, epileptische Anfälle und Depressionen auftreten.

Eisen

Eisenmangel ist weit verbreitet, insbesondere bei Frauen und tritt in der Regel das erste Mal in der Pubertät, vorwiegend bei Mädchen, auf. Der nächste Risikofaktor ist die Schwangerschaft und im Anschluss der altersbedingte Abbau verschiedener Prozesse.
Der Körper kann täglich ungefähr fünf Milligramm Eisen aufnehmen. Ungefähr 70 % Eisen befinden sich im Hämoglobin, der restliche Anteil verteilt sich auf Milz, Leber, Darmschleimhaut und Knochenmark.

Eigenschaften und Wirkung von Eisen

Eisen hat seine Hauptrolle im Bereich der Sauerstoffprozesse, kommt in zahlreichen Enzymen, im Muskeleiweiß vor und unterstützt bei der Energiegewinnung. Das Spurenelement wird vorwiegend im Dünndarm aufgenommen. Die Funktion des Transportsystems hängt von der Magensäure ab und kann durch diverse Faktoren, beispielsweise Kaffee oder Tee sowie Kalzium und Medikamente, Oxalsäure und Phosphate, gestört werden.

Ursachen für einen Mangel

Eine ungenügende Eisenzufuhr oder wiederholter Blutverlust sind die häufigsten Ursachen. Weitere Möglichkeiten sind eine vegane, vegetarische oder unausgewogene Ernährung sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen.
Ein erhöhter Bedarf besteht in der Wachstumsphase, Pubertät, Schwangerschaft und während der Stillzeit.

Mögliche Symptome

Der Körper ist in der Lage, den Eisenmangel für eine gewisse Zeit zu kompensieren.
Abhängig vom Schwergrad wird zwischen dem latenten Eisenmangel ohne Blutarmut und dem Eisenmangel mit Blutarmut unterschieden. Eine Anämie resultiert zu 80 % aus einem Eisenmangel und verschlechtert die Sauerstoffversorgung der Zellen.
Je nach Schweregrad sowie der Dauer des Mangels können bei beiden Formen folgende Symptome auftreten:

➸ Kopfschmerzen
➸ Schwindel
➸ Reizbarkeit
➸ Muskelschwäche
➸ Konzentrationsschwäche
➸ Gedächtnisstörungen
➸ trockene Haut
➸ brüchige und rillige Nägel
➸ Haarausfall
➸ eingerissene Mundwinkel
➸ Zungenbrennen
➸ Schleimhautveränderungen in Speiseröhre und Mund
➸ verminderte Leistung und Lernfähigkeit

Eisen in Lebensmitteln

Fisch
Fleisch und Wurst
Gemüse
Pilze
Milchprodukte
Getreide und Getreideprodukte
Früchte und Dörrobst
Samen und Keime
Kerne und Nüsse
Sonstige: ✔ Kartoffeln ✔ Eier ✔ Rosinen

Überdosierung von Eisen

Ein gesunder Körper verfügt über eine gute Eisenregulation. Ein zu hoher Gehalt tritt in der Regel bei Krankheiten oder einer Überdosierung auf. Es besteht die Vermutung, dass bei einer zu hohen Aufnahme die Wirkung von wichtigen Vitaminen verloren geht.

Wissenswert

Eisen aus tierischen Lebensmitteln kann vom Körper besser verwertet werden; in Kombination mit Vitamin C erhöht sich die Aufnahme im Darm.

Tee oder Kaffee sollte nach einer eisenreichen Mahlzeit frühestens nach einer halben Stunde getrunken werden.

Magnesium

Magnesium als essenzieller Stoff kann vom Körper nicht selbst produziert werden. Der Mineralstoff beteiligt sich an über 600 Vorgängen im Körper und wird für alle energieabhängigen Vorgänge benötigt. Mit 60 % befindet sich der größte Teil in den Knochen. Die Anteile von Magnesium in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln sind sehr unterschiedlich.

Eigenschaften und Wirkung von Magnesium

Magnesium reguliert das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln, beteiligt sich am Herz-Kreislaufsystem sowie dem Energiestoffwechsel und sorgt für starke Zähne und Knochen.

Ursachen für einen Mangel

Die Ursachen sind vielfältig, beispielsweise können eine Diät oder eine unausgewogene Ernährung zu einer Unterversorgung führen. Bei älteren Menschen liegt die Ursache in der sinkenden Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr.
Ein erhöhter Bedarf entsteht bei Sport und anderen körperlichen Tätigkeiten sowie bei Diabetikern, in den Wechseljahren und während der Schwangerschaft.
Bestimmte Medikament wie Entwässerungsmittel oder Magensäureblocker können zu einer Beeinträchtigung führen.
Flüssigkeitsverluste sollte immer zeitnahe ausgeglichen werden.

Symptome

➸ Waden- und Muskelkrämpfe
➸ Muskelverspannungen (Nacken, Hals, Schultern)
➸ Migräne und Kopfschmerzen
➸ Zucken der Augenlider
➸ Bluthochdruck
➸ Herzrhythmusstörungen

Magnesium in Lebensmitteln

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt bei Erwachsenen, abhängig von Geschlecht und Alter, zwischen 300 bis 400 Milligramm Magnesium täglich. In Getreide, Hülsenfrüchte und Nüssen ist am meisten Magnesium enthalten.

☯ Fisch
☯ Fleisch
☯ Gemüse
☯ Milchprodukte
☯ Vollkornprodukte
☯ Nüsse
☯ Sonstige: ✔ Bananen ✔ Schokolade ✔ Mineralwasser

Kalzium

Der Körper kann den Mineralstoff nicht selbst herstellen und ist auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen.

Eigenschaften und Wirkung von Kalzium

Die Hauptaufgabe von Kalzium besteht in der Bildung von Hartgewebe, welches für das Wachstum, die Neubildung und Stärkung von Knochen sowie den Zähnen maßgebend ist.

Kalziummangel und Auswirkungen

Kalzium findet seinen Speicher in den Knochen und wird von dort aus bedarfsweise ins Blut abgegeben. Kurzfristiger und zu hoher Kalziummangel macht sich mit Gefühlsstörungen und Muskelkrämpfen bemerkbar; ein langfristiger hoher Bedarf ohne Ausgleich führt zu brüchigen Knochen (Osteoporose), Rachitis, Muskelschwäche und grauem Star.
Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf an Kalzium.

Ursachen für einen Mangel

Häufige Ursachen sind ein Mangel an Vitamin D oder hormonelle Störungen sowie

➸ kalziumarme Ernährung
➸ Verdauungs- und Verwertungsstörung
➸ Bauchspeicheldrüsenentzündung
➸ Magnesiummangel
➸ erhöhter Phosphatspiegel
➸ Schilddrüsen- und Nierenerkrankungen
➸ erhöhter Bedarf (Sport, Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit, Pubertät)
➸ verschiedene Medikamente

Mögliche Symptome

➸ Muskelzittern, Muskelkrampf
➸ Haut- und Haarveränderungen
➸ Karies, Parodontose
➸ brüchige Nägel
➸ Herz- und Kreislaufprobleme
➸ Störungen im Knochenstoffwechsel

Kalzium in Lebensmittel

☯ Gemüse
☯ Milchprodukte
☯ Hülsenfrüchte
☯ Vollkornprodukte
☯ Samen
☯ Nüsse
☯ Eier
☯ WasserZur Aufnahme von Kalzium benötigt der Körper zusätzlich Vitamin D. Zudem gilt es, das Verhältnis von Kalzium und Magnesium von 2:1 zu berücksichtigen.

Überdosierung

Eine Kalzium-Überdosierung regelt der Körper im Normalfall selber, indem er den Überschuss ausscheidet. Bei bestimmten Krankheiten kann es, mit einer gleichzeitigen Vitamin-D-Aufnahme, zu einem erhöhten Wert kommen. Die Ausscheidungsvermehrung über längere Zeit kann zu einem Flüssigkeitsmangel führen und in der Folge zu Nierenverkalkungen, Nieren- oder Gallensteinen sowie Magengeschwüren führen.
Gemäß Empfehlung des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) sollte die tägliche Aufnahme über Nahrungsergänzungsmittel von 500 Milligramm nicht überschritten werden, da normalerweise eine ausreichende Menge über die Nahrung erfolgt.

Omega 3 und 6 Fettsäuren

Bei Fettsäuren wird zwischen gesättigten, ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterschieden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind essenziell und lebensnotwendig.

Inhaltsstoffe von Omega 3

Die unterschiedlichen Fettsäuren finden sich in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. DHA und EPA als wichtigste Fettsäuren finden sich hauptsächlich in Fisch, Muscheln und Algen.

Eigenschaften und Wirkung

Omega 3 fördert und schützt die Gesundheit mit zahlreichen Funktionen. Dazu gehören die kardiovaskuläre Gesundheit, Entzündungen und neurokognitive Funktionen. Unter anderem sind sie die Ausgangssubstanz für die Herstellung von Gewebshormonen, welche die Entzündungsprozesse und das Immunsystem regulieren. Dazu kommt der positive Einfluss auf die Blutfette. DHA findet sich als sehr hohe Konzentrationen im Gehirn und auf der Retina (Augennetzhaut).

Ursachen für einen Mangel

Die häufigste Ursache ist eine vegane oder vegetarische Ernährung sowie der häufige Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln.

Mögliche Symptome

Die Symptome sind vielfältig:

➸ Lichtempfindlichkeit, geringe Sehkraft
➸ Zittern
➸ Schlafprobleme
➸ Beeinträchtigtes Immunsystem
➸ geringere Durchblutung
➸ Konzentrations- und Muskelschwäche
➸ trockene / schuppige Haut
➸ Wachstumsstörungen
➸ schlechte Wundheilung
➸ Herzkreislauf-Erkrankungen
➸ Bluthochdruck
➸ anfälliger für Entzündungen

Omega 3 in Lebensmitteln

☯ Fisch
☯ Gemüse
☯ Samen und Nüsse
☯ Speiseöle

Überdosierung

Ein Übermaß von Omega 3 kann das Immunsystem schwächen und zu Blutungen führen. Die empfohlene Höchstmenge sollte generell nicht überschritten werden, besonders Herzpatienten riskieren gesundheitliche Probleme.

Omega 6

Omega 6 Fettsauren haben ebenfalls wichtige Funktionen; das Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 sollte deshalb stets ausglichen sein. Omega 6 fungiert vielmals als Gegenpart von Omega 3; die Funktionsweise ist zwar ähnlich, jedoch vielfach mit einer umgekehrten Wirkung.

Vitamin C

Die Ascorbinsäure ist farb- und geruchlos. Im Gegensatz zu Tieren kann der menschliche Körper das Vitamin nicht selbst herstellen und ist auf die Zufuhr angewiesen.

Eigenschaften und Wirkung von Vitamin C

Vitamin C gelangt über die Mundschleimhaut und den Dünndarm in den Körper und unterstützt unter anderem die Leber bei der Entgiftung.

✔ Antioxidativ
✔ Unterstützung des Immunsystems
✔ Schutz vor freien Radikalen
✔ Aufbau von Kollagen
✔ Einfluss auf den Cholesterin- und Fettstoffwechsel
✔ maßgebend für die optimale Aufnahme von Eisen
✔ unterstützt bei der Bildung von Hormonen und Botenstoffen

Vitamin C Speicher

Die Speicher befinden sich in der Milz, der Nebenniere, den Augenlinsen, dem Gehirn sowie im Plasma und den Leukozyten.

Ursachen für einen Mangel

Im Gegensatz zum Vitamin D Mangel ist ein Mangel an Vitamin C relativ selten. Trotzdem können einige Faktoren zu einer Unterversorgung führen:

➸ Antidiabetika und Antibiotika (Sulfonamide)
➸ Inhaltsstoffe von Aspirin
➸ bestimmte Medikamente
➸ Verhütungsmittel
➸ minimaler Verzehr von frischem Gemüse und Obst

Erhöhter Bedarf

➸ Raucher
➸ Schwangerschaft und Stillzeit
➸ übermäßige körperliche Belastung
➸ Krankheit
➸ Rekonvaleszenz

Auswirkungen eines Vitamins C Mangel

Der schwerste Mangel äußert sich mit Skorbut, bekannt als Seefahrerkrankheit. Hierbei können Blutungen in der Retina, in der Bindehaut der Augen sowie im Gehirn auftreten. Möglich sind auch Knochen- und Gelenkveränderungen sowie lose Zähne und Zahnhausfall durch Zahnfleischentzündungen.

Mögliche Symptome:

➸ Müdigkeit
➸ Erschöpfung
➸ Blutungen in der Haut, Schleimhaut, Muskeln und inneren Organen
➸ Ödeme
➸ entzündetes und blutendes Zahnfleisch
➸ gehemmte Wundheilung
➸ Gelenkschmerzen
➸ schlechte Kollagenbildung
➸ Immunschwäche (Möller-Barlow-Krankheit bei Säuglingen)

Vitamin C in Lebensmitteln

Vitamin C als natürliches Vorkommen findet sich in pflanzlichen Nahrungsmitteln:

☯ Gemüse
☯ Gewürze und Kräuter
☯ FrüchteFleisch verfügt über kein natürliches Vitamin C.

Überdosierung

Ein Übermaß an Vitamin C durch Nahrungsergänzungsmittel, zusammen mit der Aufnahme des Vitamins durch Lebensmittel, kann dem Körper Wasser entziehen und zu Durchfall führen. Zu hohe Dosierungen über einen längeren Zeitraum sind, insbesondere bei Säuglingen und Kindern sowie bei Nierenproblemen, zu vermeiden.

Vitamin D

Das fettlösliche Sonnenvitamin wird, im Gegensatz zu vielen anderen Vitaminen, vom Körper selbst gebildet, unter der Voraussetzung, dass genügend Sonnenlicht vorhanden ist.

Eigenschaften und Wirkung

Vitamin D reguliert die Aufnahme der beiden Mineralstoffe Kalzium und Phosphor. Kalzium befindet sich hauptsächlich in den Knochen. Phosphor ist eng mit Kalzium im Stoffwechsel verbunden und ebenfalls für die Festigkeit von Knochen und Zähnen sowie für den optimalen Ausbau der Muskelfasern maßgebend. Vitamin D in ausreichender Menge ist nötig, damit genügend Kalzium vorhanden ist.

Ursachen für einen Mangel

Ein Mangel ist häufig auf einen Kalzium-Mangel zurückzuführen. Ein tiefer Vitamin D Spiegel sorgt für die Ausscheidung von Kalzium, bevor es verwertet wird. Insbesondere während den Wintermonaten kommt es vermehrt zu einem Vitamin D Mangel.

Mögliche Symptome

➸ Appetitlosigkeit
➸ Innere Unruhe
➸ Kribbeln
➸ Müdigkeit
➸ Muskelkrämpfe
➸ Schlafstörungen
➸ Taubheitsgefühl

Lebensmittel mit Vitamin D

☯ Fisch
☯ Fleisch
☯ Milchprodukte
☯ Weizenprodukte
☯ Pilze
☯ Diverse: ✗ Süßkartoffeln ✔ Eier ✔ Fischöl ✔ Lebertran ✔ Löwenzahn

Speicherung von Vitamin D

Der Körper kann das aus dem Sonnenlicht gewonnene Vitamin speichern, jedoch reicht dieser Speicher meistens nicht für die dunklen Jahreszeiten, sodass eine Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein kann.

Überdosierung

Eine Überdosierung von Vitamin D entsteht mit einer zu hohen Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln sowie gleichzeitigem Verzehr von Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln, was in der Folge zu Nierensteinen führen kann. Der Überschuss wird nicht ausgeschieden, sondern im Muskel- und Fettgewebe gespeichert, es entsteht eine akute oder chronische Überdosierung.

Mögliche Symptome einer Überdosierung

➸ Appetitlosigkeit
➸ Übelkeit und Erbrechen
➸ Schwächegefühl
➸ Kopfschmerzen
➸ Nervosität
➸ übermäßiger Durst
➸ Nierensteine und Nierenschäden

Zink

Das Spurenelement trägt zu einer Vielzahl von Stoffwechselreaktionen bei und ist in 50 von ungefähr 300 Enzymen enthalten. Der Körper kann Zink nicht speichern und ist auf die Zufuhr angewiesen.

Eigenschaften und Wirkung

Zink ist wichtig für das Wachstum, die Insulinspeicherung und die Eiweißsynthese sowie für das Immunsystem. Unter anderem hängt die Abwehrfunktion des Körpers vom Zinkhaushalt ab, eine verbesserte Schleimhautstruktur wirkt gegen das Eindringen von Viren. Die Zellteilung durch Zink sorgt für eine gesunde Haut, ein elastisches Bindegewebe und eine gute Wundheilung. Die entzündungshemmenden Eigenschaften wirken sich positiv im Kampf gegen zahlreiche Hauterkrankungen oder eine entzündete Darmflora aus.

Ursachen für einen Mangel

Für einen Zinkmangel kommen verschiedene Faktoren in Frage. Diese können ein erhöhter Bedarf in der Schwangerschaft oder Stillzeit sein oder ein erhöhter Verlust, beispielsweise durch übermäßigen Sport.
Verminderte Aufnahme: Ältere Menschen nehmen vielfach nicht genügend Zink auf, weil sie tendenziell weniger Essen oder an Appetitlosigkeit leiden. Mit einer vegetarischen oder veganen Ernährung nimmt der Körper viel Phytinsäure auf, welche unlösliche Verbindung ergibt und der Körper Zink dadurch nicht mehr aufnehmen kann. Weitere Ursachen sind eine Reduktionsdiät, Krankheit oder Rekonvaleszenz.
Stress und körperlicher Mehrbelastung fordern eine erhöhte Zufuhr.

Ein Zinkmangel kann die Wachstums- und Entwicklungsphase bei Kindern und Jugendlichen verzögern.

Mögliche Symptome:

➸ Appetitlosigkeit
➸ brüchige Nägel und Haare
➸ Haarausfall
➸ Hautentzündungen
➸ schlechte Wundheilung
➸ Immunschwäche
➸ Nachtblindheit
➸ verminderte Leistungsfähigkeit

Zink in Nahrungsmitteln

☯ Fisch
☯ Fleisch
☯ Milchprodukte
☯ Hülsenfrüchte
☯ Getreideprodukte
☯ Samen, Kerne und Nüsse
☯ Eier

Verwertbarkeit

Aus tierischen Lebensmitteln stammendes Zink lässt sich vom Körper besser verwerten und deckt über die Hälfte der durchschnittlichen Tagesaufnahme.

Zink und Vitamin C

Die Aufnahme von Zink minimiert sich durch (zu viel) pflanzliche Phytinsäure. Eine gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C als Cofaktor hingegen erhöht die Resorption.

Überdosierung

Eine kontinuierlich übermäßige Zufuhr hat eine nicht zu unterschätzende Auswirkung auf die Gesundheit, weshalb das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) eine tägliche Zinkaufnahme von höchstens 6,5 Milligramm Zink empfiehlt.